ÖPNV: In diesen Regionen besteht Streikgefahr
Von Lorenzo Walcher

Nur noch in wenigen Bundesländern bestreikt Verdi den ÖPNV. Trotzdem kann es auch weiterhin zu Ausfällen bei Bus und Bahn kommen. Wo noch Streiks möglich sind.
Unbefristeter Streik im Saarland?
Keine Streiks bei der Deutschen Bahn
Einigung in Bayern
Die Tarifverhandlungen der Gewerkschaft Verdi machen in einzelnen Bundesländern Fortschritte. Zuletzt konnte eine Einigung in Bayern erzielt werden. In anderen Regionen sind Tarifverhandlungen jedoch noch offen – in Niedersachsen hatte Verdi vor Kurzem zum Streik aufgerufen.
Saarland: Kommt ein längerer Stillstand?
Während die Streikwellen in anderen Bundesländern abgeebbt sind, könnte es im Saarland bald zu einem unbefristeten Streik der Busfahrer kommen. Trotz neuer Verhandlungstermine möchte Verdi in einer Urabstimmung über Arbeitsniederlegungen entscheiden.
Die seit Dienstag, 21. April, laufenden Abiturprüfungen sollen laut Medienberichten nicht von einem Streik betroffen sein.
In diesen Bundesländern drohen keine Streiks
In Bayern, Baden‑Württemberg, Brandenburg, Schleswig‑Holstein, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Berlin wird es nach einer Einigung keine neuen Streiks geben. Mancherorts kann es bei Tarifverhandlungen auf lokaler Ebene noch zu Einschränkungen kommen, großflächige Ausfälle wird es nicht mehr geben. In allen anderen Bundesländern wird noch verhandelt – weitere Warnstreiks sind daher möglich. Konkrete Ankündigungen gibt es aktuell jedoch nicht.
Forderungen: Warum der Nahverkehr bestreikt wird
Die Gewerkschaft Verdi handelt für die bundesweit knapp 100.000 Beschäftigten im Nahverkehr insbesondere bessere Arbeitsbedingungen aus – etwa durch kürzere Wochenarbeitszeiten und Schichtzeiten, längere Ruhezeiten, aber auch durch höhere Zuschläge für Arbeit in der Nacht und am Wochenende.
Keine Streiks bei der Deutschen Bahn
Die Züge der Deutschen Bahn (DB) fahren auch bei den aktuellen Streiks uneingeschränkt. Die Gewerkschaft GDL und die DB haben in der letzten Tarifverhandlung eine Einigung erzielen können.
ÖPNV-Streik: Das sind die Alternativen
Kommt es aufgrund eines Streiks zu Ausfällen im ÖPNV, müssen auch Autofahrerinnen und Autofahrer mehr Zeit einplanen und unter Umständen ihre Route anpassen. Bei einem Streik sind ADAC Autovermietung, Fahrrad oder E-Scooter Alternativen zum Nahverkehr.
Für alle, die aufs eigene Auto ausweichen, ist es ratsam, sich vorher über die aktuelle Verkehrssituation zu informieren, da es insbesondere im Berufsverkehr zu Staus und Störungen kommen kann. Alle Infos zur Situation auf Autobahnen und Bundesstraßen sind bei der ADAC Verkehrsinfo erhältlich.
Mit Material von dpa.
Mitarbeit: Sabrina Doschek, Regina Ammel
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