A81: Engelbergtunnel Richtung Stuttgart wieder zweispurig
Von Katharina Dümmer

Der Engelbergtunnel auf der A81 Heilbronn – Stuttgart nahe Leonberg war nach einem Fahrzeugbrand erst wochenlang gesperrt und dann nur einspurig befahrbar. Nun gibt es eine Erleichterung für Autofahrer und Autofahrerinnen.
Verkehr in der Weströhre läuft ab 25. April wieder auf zwei Spuren
Tempo 40 km/h im Baustellenbereich
Weiterhin Staugefahr im Raum Leonberg
Am 3. März herrschte in einem der wichtigsten Autobahntunnel Baden-Württembergs Ausnahmezustand: Ein mit Kühlschränken beladener Lastwagen-Anhänger brannte im Engelbergtunnel auf der A81 nahe Leonberg westlich von Stuttgart aus. Das hatte eine Vollsperrung beider Fahrtrichtungen samt kilometerlangen Staus verursacht. Die Brandschäden am Tunnel waren riesig.
A81: Engelbergtunnel in Richtung Stuttgart ab 25. April zweispurig
Die A81 war kurz nach dem Brand im Engelbergtunnel – zwischen dem Dreieck Leonberg und der Anschlussstelle Stuttgart-Feuerbach – in eine Richtung wieder befahrbar. D.h. die Oströhre in Fahrtrichtung Heilbronn wurde am Mittwoch, 4. März, freigegeben.
Die Weströhre, durch die der Verkehr von Heilbronn kommend in Richtung Stuttgart fließt, blieb aufgrund der großen Schäden am Tunnel zunächst rund zwei Wochen gesperrt. Danach konnte eine Fahrspur wieder freigegeben werden.
Jetzt dürfte sich die Situation rund um das Nadelöhr im Südwesten weiter entspannen: Die Weströhre wird ab Samstagvormittag, 25. April, zweispurig befahrbar sein, wie die Autobahn GmbH mitteilt. Die Geschwindigkeitsbeschränkung auf 40 km/h bleibt aber bestehen.
Dauer der Reparaturarbeiten unklar
Wie lange die Arbeiten nach dem Brand insgesamt dauern, bleibt unklar. In den letzten Wochen wurden wesentliche Brandschäden repariert und die gesetzlich vorgeschrieben Sicherheitseinrichtungen erneuert. U.a. wurden Linienbrandmeldekabel instandgesetzt, die neu eingebauten SI-Sensoren getestet und die Kameras neu ausgerichtet.
Die Freigabe der zweiten Fahrspur ist laut Autobahn GmbH nur ein Zwischenschritt.
Ziel ist, so die Autobahn GmbH, auch den dritten Fahrstreifen in der Weströhre so schnell wie möglich wieder in Betrieb zu nehmen. Doch dazu ist die Installation weiterer Technik notwendig, insbesondere die Wiederherstellung der Beleuchtung. Wann das der Fall sein wird, ist unklar. Es fehlen offenbar weiter entsprechende Ersatzteile.
Auch die Wiederinbetriebnahme des übergeleiteten Fahrstreifens (von Karlsruhe kommend in Fahrtrichtung Heilbronn in der Weströhre) ist auf absehbare Zeit ebenfalls nicht zu erwarten. Das bedeutet, dass bei nächtlichen Sperrungen der Oströhre zur Weiterführung der eigentlichen Sanierungsarbeiten der Umleitungsverkehr durch das nachgeordnete Netz geführt werden muss.
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Nach Fahrzeugbrand kilometerlange Rückstaus auf der A81
Wegen der Einschränkungen im Engelbergtunnel bilden sich vor allem im Berufsverkehr zeitweise längere Staus auf der A81 und im Großraum Stuttgart. Vor allem die umliegenden Kommunen Leonberg, Rutesheim, Gerlingen und Ditzingen sind von Ausweichverkehr der Autobahn A81 betroffen.
Tipp zur Stauvermeidung: Je nach Ziel- und Herkunftsgebiet kann großräumig, zum Beispiel über die A5, A6 und A7, ausgewichen werden.
Solange der Engelbergtunnel nicht wieder komplett frei befahrbar ist, bleibt die Staugefahr dort hoch.
Engelbergtunnel: Zentraler Knotenpunkt
Der Engelbergtunnel ist einer der wichtigsten Autobahntunnel in Baden-Württemberg mit bis zu 140.000 Fahrzeugen pro Tag. Als zentraler Knotenpunkt im Großraum Stuttgart verbindet er Nord- und Süddeutschland. Aufgrund der hohen Verkehrsmengen wirken sich hier Störungen deutlich stärker aus als an anderen Autobahn-Abschnitten.
Die Weströhre war erst vor rund zwei Jahren nach einer umfangreichen Sanierung wieder für den Verkehr geöffnet worden. Hintergrund der Sanierungsarbeiten ist das im Engelberg vorkommende Mineral Anhydrit, das bei Kontakt mit Wasser aufquellen kann und in der Vergangenheit zu Rissen im Tunnelbauwerk geführt hatte.
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Mitarbeit: Sabrina Doschek
Mit Material von dpa.